Die Heilbronner Stimme berichtete am 3. Juni 2002 wie folgt über unseren Infostand (auszugsweise):

Infostand zu Transplantationen auf dem Heilbronner Kiliansplatz - Viele ignorieren Thema - Auch 70-Jährige können spenden

Der Kontaktkreis Organspende und Transplantation Heilbronn (KKOT) hätte gerne noch mehr Menschen informiert. Zum 20. Tag der Organspende standen am Samstag KKOT-Mitglieder auf dem Kiliansplatz. „Wir haben dieses Jahr keinen guten Platz erwischt", bedauert Reiner Hofmann, der mit den anderen Ehrenamtlichen den Stand betreibt. Sie wollen die Bürger über das Thema Organspende aufklären. „Vergangenes Jahr waren wir mehr in der Fußgängerzone, aber da wird gerade gebaut." Neben Infomaterial gibt es an dem Stand Organspendeausweise. "Heute ist weniger los als zum Beispiel auf der Unterländer Ausstellung, wo wir dieses Jahr auch einen Stand betreiben. Da gehen mehr Ausweise weg."

Die Vereine, die seit 1994 im Kontaktkreis zusammengekommen sind, haben alle ihre Probleme mit der Zahl der Spendewilligen. Zum Beispiel der Verein Herztransplantationen Südwest, bei dem auch Hofmann tätig ist. „2001 wurden 409 Herztransplantationen in Deutschland durchgeführt, aber um die 1000 wären nötig", sagt der Ehrenamtliche, der seit 1992 selbst mit einem Spenderherz lebt. Auch beim Verband der Dialysepatienten Baden-Württemberg gibt es zu wenig Spenden. Bei Nieren sind es über 10 000 benötigte Organe und die Wartezeit beträgt dementsprechend fünf bis sieben Jahre.

„Wenn 70 bis 80 Prozent der potenziellen Spender auch Organe spenden würden, gäbe es wohl kaum Wartelisten," sagt Hofmann dazu. Das Problem sei die Bereitschaft, sich mit dem eigenen Tod auseinander zu setzen. „Ältere gehen da bewusster an die Sache heran, halten sich aber für zu alt. Dabei kann man bei gutem Zustand auch mit über 70 noch eine Nieren spenden", so Reiner Hofmann. Bei Lebertransplantationen wäre jetzt sogar eine Teil-Leber-Spende möglich. Von einem Spenderausweis würden nicht nur Organempfänger sondern auch die Angehörigen profitieren, denen die schwere Entscheidung erspart bliebe.